Herzlichen Glückwunsch an Dieter Lesemann zu seinem neuen Buch!  

 

Sehr gerne geben wir dir, lieber Dieter, die Gelegenheit dein Buch vorzustellen.

Es freut uns, dass wir durch unsere Geschäftsstelle, unser kleines Archiv und insbesondere durch die Unterstützung durch Bernhard Rosenbaum einen kleinen Beitrag dazu leisten konnten. Dass Dieter sein Buch u. a. dem Meidericher Bürgerverein gewidmet hat, ist eine große Ehre. Vielen Dank!

 

Dieter Lesemann 20210615 002

 

Auch in der Presse findet Dieters Werk Resonanz: Dieter Lesemanns Buch „Von Hof zu Hof“ lässt Geschichte lebendig werden: Neue Blicke auf das alte Meiderich - Duisburg (lokalkompass.de)

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Dieter Lesemann

 „Von Hof zu Hof – Eine Wanderung durch 1000 Jahre Meidericher Bauerngeschichte“

 

Buchvorstellung:

Die Vorarbeiten zur Thematik des Buches begannen im Jahre 2017. Im Herbst 2019 erfolgte dann die Aufnahme in das Projekt "Stadtteil-Historiker Ruhrgebiet" der GLS Treuhand in Bochum. Mit ihren Kooperationspartnern Bürgerstiftung Duisburg, Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets und Ruhr Museum unterstützte die GLS Treuhand 18 "Stadtteil-Historiker"-Projekte aus dem ganzen Ruhrgebiet.

Das Projekt Stadtteil-Historiker wurde von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main entwickelt.

 

Dieses Buch will neue Blicke auf das alte Meiderich werfen. Nach Kapiteln über das Siedlungsgebiet und die Besiedlungsgeschichte des Kirchspiels Meiderich sowie das dörfliche Leben im Wandel der Zeiten steht die Geschichte bzw. die Entwicklung der Meidericher Bauernschaften und ihrer Höfe im Mittelpunkt.

Das Buch fasst die Informationen der bisherigen Veröffentlichungen zu dieser Thematik zusammen, bezieht zahlreiche weitere Höfe ein und ergänzt um Neues aus zusätzlich herangezogenen Text-, Bild- und Kartenquellen sowie weiterer Sekundärliteratur.

In zahlreichen Gesprächen mit Nachfahren Meidericher Bauernfamilien wurde Verborgenes aufgedeckt (nicht selten auch zu deren Freude).

In seiner „Geschichte der Stadt Duisburg“ (Band II, S. 137) schreibt der Historiker Günter von Roden über die Meidericher Höfe: „Doch könnten systematische Forschungen gerade über die Geschichte der Höfe noch manches zutage fördern.“ Dazu möchte der Autor ein Stück weit beitragen.

Die Texte werden illustriert von zahlreichen historischen und aktuellen Fotos und ergänzt um 24 sog. Spinnradgeschichten, wie sie sich abends auf den Höfen erzählt wurden.

Das Buch verbindet die Bauernschaften und die Höfe im Rahmen einer imaginären Wanderung miteinander und macht ihre Zusammengehörigkeit in den Grenzen des Kirchspiels deutlich. Dennoch stellt es auch die Besonderheiten der einzelnen Höfe heraus.

Die Texte wollen nicht nur zum Lesen einladen, sondern auch zum Zuhören bei Lesungen im Stadtteil und zu Gesprächen ermuntern.

Detaillierte Wegbeschreibungen mit zahlreichen Kartenausschnitten eines aktuellen Stadtplans im hinteren Teil des Buches erlauben es, die imaginäre Wanderung durch die Jahrhunderte und die Bauernschaften im heutigen Meiderich in Halbtagesabschnitten zu wiederholen. Die Lage der ehemaligen Höfe ist den Kartenausschnitten zu entnehmen.

Eine Radtour zu denjenigen Gebäuden, die noch im Stadtteil zu finden sind und die auf landwirtschaftliche Betriebe zurückgehen, gehört ebenfalls zum Inhalt dieses Buches. Die Beschreibung der Fahrroute der Radtour orientiert sich ebenfalls am aktuellen Stadtplan. Auch sie nennt die Lage der ehemaligen Höfe.

Führungen zu diesen Wanderungen und zur Radtour werden angeboten. (Wenn Sie als Wanderer oder Radfahrer „Komoot“ nutzen, können Sie sich die Wander- und Radtourbeschreibungen von meinem Account „Hahnenfeder“ herunterladen.)

  

Das Buch im Format 182x252 hat einen cellophanierten Glanz-Cover-Einband und umfasst 210 Seiten aus Glanzpapier, das die 84 historischen und 47 aktuellen, farbigen Fotos gut zur Geltung bringt.

Das Buch ist über den Autor direkt zum Preise von 24,00€ zu beziehen. Bestellungen bitte per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch unter 0203/443100 oder 0171 2811032 (auch über Nachrichtendienste „Signal“ bzw. „WhatsApp“). Die Auslieferung innerhalb Meiderichs ist kostenlos. Bei Postversand im Inland erhöht sich der Preis um 3,00€.

 

Dieter Lesemann

 

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Wir freuen uns über unser Freunde, die Hahnenfedern!

 

Hahnenfeder 2020 PK Band III KWMDie Hahnenfeder bei der Präsentation ihres dritten Bandes in der Kulturwerkstatt im Jahtr 2020.

 

Als Gruß haben uns die vier Autoren eine Geschichte gesandt:

 

Die folgende Geschichte von Dieter Lesemann, nach Erinnerungen von Rosemarie Hanke, aus Band III der Reihe „Damals in Meiderich – Geschichten von gestern“ legen wir euch unter den Weihnachtsbaum.


Die Schiffe tuten noch.

Von meiner Geburt 1949 bis zum Jahre 1956 wohnen wir zur Untermiete auf der Schwabenruhrstraße in Meiderich. Es ist eng, denn wir haben nur zwei Zimmer: ein Schlafzimmer und eine Wohnküche.
Heute ist der 24. Dezember 1955. Ich hocke aufgeregt auf dem Rand des Ehebettes meiner Eltern und krame in der Zigarrenkiste mit meinen Glanzbildern. Ich entscheide mich für zwei wunderschöne Engel mit Glitter und lege sie auf das Kopfkissen meiner Mutter. ‚Wie auf einer Wolke’, denke ich.
Ich muss im Schlafzimmer sitzen, weil meine Eltern dabei sind, die Wohnküche zum Weihnachtszimmer zu schmücken. Ich bin gespannt, was wohl für mich unter dem Weihnachtsbaum liegen wird.
Es muss kurz vor sechs sein, denn endlich drückt sich meiner Mutter durch die sich öffnende Türe von der Wohnküche zu mir ins Schlafzimmer. Was jetzt kommt, kenne ich schon: Ich muss die Augen ganz fest zumachen und versprechen, dass ich nicht blinzele. Dann führt meine Mutter mich durch das Weihnachtszimmer auf unseren kleinen Balkon, wo schon mein Vater auf uns wartet. Im Hinausgehen zieht meine Mutter noch den Vorhang vor die Balkontüre.
Ich darf jetzt meine Augen öffnen, und unsere Blicke gehen in Richtung des Ruhrorter Hafens. Meine Mutter hat einen Arm um meine Hüfte, mein Vater seine linke Hand auf meine Schulter gelegt. Es ist natürlich schon dunkel. Ich schließe meine Augen einfach wieder. Und dann geht es auch schon los: Aus dem Hafen ist das Tuten vieler, vieler Schiffe zu hören. Jetzt muss es genau sechs Uhr sein. Die Binnenschiffer und ihre Familien ‚tuten’ den Heiligen Abend ‚ein’!
Es dauert eine Zeitlang, dann ist es plötzlich wieder ganz still auf unserem Balkon. Ich merke, dass ich immer noch meine Augen geschlossen habe. Jetzt öffne ich sie und drehe mich zur Balkontüre um, denn das Tuten ist mein Silberglöckchen. Durch den nicht ganz geschlossenen Vorhang sehe ich schon den hell erleuchteten Weihnachtsbaum.
1956 ziehen wir um in die Siegriedstraße. Auch dort haben wir einen Balkon und gehen weiterhin an jedem Heiligen Abend um kurz vor sechs hinaus. Die Augen muss ich jetzt nicht mehr schließen, tue es aber manchmal trotzdem und taste mich hinaus und lausche dem Tuten der Schiffe.
Als ich 1987 mit meiner Familie in das Haus meiner Eltern, die inzwischen verstorben waren, in die Siegfriedstraße zurückkomme, ist unsere Tochter Nina zehn Jahre alt. Mit ihr setzen wir die alte Tradition fort. Das Tuten ist inzwischen leiser geworden, aber es ist noch da.
Nach einigen wenigen Jahren aber verschwindet es völlig. Trotzdem gehen wir nach wie vor an jedem Heiligen Abend auf den Balkon. Inzwischen mit meiner Enkeltochter Karla. Sie hat die Augen geschlossen, und wir lauschen Richtung Ruhrort und hören die Schiffe nicht mehr tuten.
Nur, wenn es einen Augenblick ganz still ist, dann tuten sie noch in meiner Erinnerung …

 

Hahnenfeder

 

 

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Wie bereits im vergangenen Jahr gab es auch 2020 im Stadtpark eine Lesung der Hahnenfeder.

Hahnenfeder im Stadtpark

Die Ankündigung von Dieter Lesemann:

 

Liebe Freunde der Hahnenfeder,

die Hahnenfeder liest am Sonntag, 26.07., 11.00 Uhr auf der Minigolfanlage im Meidericher Stadtpark.

Herzlich willkommen!

 

Viele Grüße

Dieter Lesemann